Rennsteigmakler - Ursula Koch -Versicherungsmakler in Neuhaus/Rwg

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Langfristig gesteckte Finanz-Ziele nicht aus den Augen verlieren!

Langfristig gesteckte Finanz-Ziel nicht aus den Augen verlieren!

Der 25 jährige Max Schlau hat seinen Grundstein für seine private Alters­vorsorge gelegt, um aus 100 € monatlicher Sparrate ab dem 67. Lebensjahr 1.300 € p.m. mehr für seine Rente zur Verfügung zu haben.
Jetzt hat Max bei seinen Eltern Verträge entdeckt, die ebenfalls für die Alters­vorsorge dienen sollten. Nach näherer Betrachtung wundert sich Max über die errechneten Ablaufleistungen. Diese fallen deutlich geringer aus, als die Beträge, die ihm sein Finanzanlagenvermittler in Aussicht gestellt hat.Max ist verunsichert und sucht das direkte Gespräch zu seinem Berater.


Max fragt: Obwohl die Sparraten identisch sind und auch die Laufzeiten nicht deutlich voneinander abweichen, warum kommt es zu so unterschiedlichen Ergebnissen?
Sein Finanzanlagenvermittler analysiert daraufhin auch die Alters­vorsorge-verträge der Eltern. Er stellt dabei fest, dass diese Verträge zum Einen über eine deutlich höhere Kostenstruktur verfügen, die die Rendite und damit das Ergebnis reduzieren. Zum Anderen erfolgt die Anlage der Sparbeiträge zu einem überwiegenden Teil in Anlagen, deren Erfolg davon abhängig ist, dass es einen Zins gibt. Doch diesen gibt es seit Jahren nicht, so dass nach Kosten und der Berücksichtigung der Geldentwertung (Inflation) die angelegten Beiträge definitiv nicht für den Anleger arbeiten. Zum Dritten und auch wesentlichem Grund sind diese Verträge mit sogenannten Teilauszahlungsbeträgen ausgestattet.


Max fragt: Was hat es mit diesen Teilauszahlungs-beträgen auf sich und welche Auswirkungen haben diese?
Sein Finanzanlagenvermittler erklärt Max, dass es z.B. bei Lebensversicherungsverträgen, wie denen seiner Eltern, die Möglichkeit gibt, bereits während der Laufzeit bestimmte Beträge schon entnehmen zu können. Dadurch, dass in einem solchen Fall eine Versicherung schon während der Vertragslaufzeit Zahlungen vornimmt, reduziert sich allerdings die Gesamtleistung sehr stark.

Gründe für solche Teilauszahlungen ergeben sich auch aus unterschiedlichen Lebensphasen eines Anlegers: z.B. Konsumziele; Familiengründung; die eigenen vier Wände; berufliche Selbständigkeit etc.. Anhand der nachfolgenden Schaubilder stellt der Berater Max die Auswirkungen auf das langfristig gesteckte Ziel dar. Dabei werden beispielhafte Gründe für Teilauszahlungen als sogenannte Störfälle auf das ursprünglich geplante Ziel bezeichnet.

Die obige Grafik stellt links das ursprüngliche Ziel von Max dar:sein Aktienfondssparplan startet zu seinem 25. Lebensjahr über 100 € monatlich über 42 Jahre.

Durch die Anlage in wahrem Produktivkapital in Form von einem aktiv gemanagten Aktienfonds kann Max mit einer jährlichen Rendite von 7% nach Kosten rechnen. Zu seinem Rentenbeginn stehen ihm damit über 273.000 € zur Verfügung, aus denen er sich dann monatlich über 30 Jahre den Betrag von 1.300 € für seine Rentenaufstockung entnehmen kann.


Sollte Max nach 3 Jahren z.B. für einen Urlaub das bis dahin erwirtschaftete Geld entnehmen, reduziert sich seine Ablaufleistung um über 53.000 €.
Ein weiteres Beispiel für einen Störfall könnte sein, dass sich Max nach 5 Jahren ein anderes Auto zulegen möchte. Da würde ihm das bis dahin erwirtschaftete Geld von 6.819 € ganz gelegen kommen. Allerdings würde er für sein ursprünglich gestecktes Ziel seiner Rentenaufstockung über 83.000 € verlieren.
Nach 10 Jahren hat Max den Wunsch mit seiner Frau zusammenzuziehen und sie schauen sich nach einer Wohnung um. Die bis dahin erwirtschafteten über 16.000 € würden gerade richtig kommen, um die Wohnungseinrichtung zu finanzieren. Leider ist auch diese Betrachtungsweise viel zu kurzfristig, da ihm dann für sein Ziel über 142.000 € fehlen. Max erkennt auch anhand weiterer Beispiele, dass es sehr wichtig ist, seinen inneren Schweinehund zu besiegen. Es scheint verlockend zu sein, aktuelle Wünsche höher zu priorisieren. Das Thema Alters­vorsorge ist noch so lange hin und da verliert man die Wichtigkeit schnell mal aus den Augen. Dass man sich dabei am Ende am meisten selbst schadet, das hat Max jetzt erkannt.
Auch die folgenden Grafiken machen Max sehr deutlich, dass Entnahmen während der ausgemachten Laufzeit das in Aussicht gestellte Ziel zu großen Teilen vernichten kann:

Statt einer Rentenaufstockung um 1.300 € pro Monat würde eine Auszahlung für einen Störfall nach 3 Jahren nur noch eine monatliche Rente von 1.047 € ergeben. Die Gesamtentnahme verringert sich dadurch um über 91.000 €. Bei einer Auszahlung nach 5 Jahren reduziert sich die mögliche Rentenhöhe auf 904€. Insgesamt verringert sich der Gesamtentnahmebetrag damit um fast 143.000 €.

Nach 10 Jahren würden Max tatsächlich nur noch 621 € pro Monat zur Verfügung stehen, um seine Rente aufzustocken. Die Gesamtentnahmen würden damit um über 244.000 € geringer ausfallen.
Max fragt: Wie viel müsste ich denn im Gegenzug monatlich mehr zahlen, wenn ich nach einer bestimmten Zeit das bis dahin angesammelte Vermögen für ein anderes Ziel ausgebe, um dennoch 1.300 € für meine Rente im Monat mehr zu haben?
Auch diese Frage kann ihm sein Berater anhand der fortfolgenden Grafiken erläutern: Sollte Max also nach 3 Jahren das angesammelte Kapital entnehmen wollen, müsste er ab dann bereits monatlich 124,2 € sparen, um mit dem 67. Lebensjahr seine Rente um 1.300 € p.m. aufstocken zu können. Damit erhöht
sich sein zu zahlender Beitrag auf insgesamt mehr als 11.300 €, nur weil Max nach 3 Jahren etwa für einen Urlaub ca. 3.800 € entnehmen würde

Nach 5 Jahren müsste Max bereits 143,8 € p.m. zahlen. Insgesamt erhöhen sich die Einzahlungen damit um > 19.000 €. Nach 10 Jahren hätte sich die Sparrate mit 209,3 € mehr als verdoppelt und damit insgesamt um fast 42.000 € erhöht.

Für Max steht also fest: Nicht das langfristig gesteckte Ziel aus den Augen verlieren! Teilentnahmen schaden dem Anleger!


Der letzte Artikel widmet sich Kindersparplänen. Das Zusammenspiel der Faktoren Zeit und Rendite kann vor allem für Minderjährige optimal genutzt werden. Fehlende Geduld kann allerdings auch bei Kindersparplänen zur deutlichen Reduzierung aller Vorteile führen.


Für Rückfragen stehen ich Ihnen gern zur Verfügung.

Anlageberaterin Ursula Koch


 
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