Rennsteigmakler - Ursula Koch -Versicherungsmakler in Neuhaus/Rwg

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Lohnt sich Ihre Lebensversicherung?

Lohnt sich Ihre Lebensversicherung ?

Lebensversicherung mit enttäuschenden Ergebnissen und schlechten Aussichten

Des Deutschen liebstes Kind droht zur persönlichen Enttäuschung vieler Sparer zu werden

Und damit geht es für viele mit um die schönste Zeit - den wohlverdienten Ruhestand.

Kürzlich (02.12.2014) hat eine Feierstunde zum 125-jährigen Bestehen der deutschen Rentenversicherung stattgefunden. Doch die Zeiten des Ausspruches von Norbert Blüm, dem damaligen Arbeitsminister, „Eines ist sicher, die Rente“ - sind vorbei.

Selbst die Kanzlerin musste einräumen, dass die gesetzliche Rente für viele nicht mehr reichen werde: „Nur durch eine Mischung gesetzlicher, betrieblicher und privater Alters­vorsorge lässt sich eine angemessene Absicherung im Alter aufbauen“, mahnte sie.

Gegen die Angst vor Altersarmut gab es für viele Deutsche jahrzehntelang nur ein – sorgfältig von der Versicherungswirtschaft suggeriertes – Gegenmittel: die Lebensversicherung.

Die Folgen:

Mit knapp 92 Millionen Verträgen gibt es immer noch deutlich mehr Policen als Einwohner in Deutschland. Der überwiegende Teil davon soll ausdrücklich der Alters­vorsorge dienen. Das Konzept war so einfach wie lukrativ:

Die Versicherer garantierten eine Mindestverzinsung, die höher lag als die Inflation.

Bittere Aussichten:

Doch des Deutschen liebstes Sparprodukt hat deutlich an Attraktivität verloren. Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe, die Inhaber einer Police (Lebens-, Rentenversicherung oder Fondspolice) zwingend beachten sollten:

  • Ende 2004 ist das sogenannte Steuerprivileg weggefallen, das bis dahin die Erträge aus langlaufenden Policen steuerfrei gestellt hatte.
  • Zu hohe Kostenquoten für Verwaltung und Vertrieb schmälern schon immer ganz erheblich den Ertrag.

Auch die zwischenzeitlich etwas verbesserte Abschlusskostenverteilung auf die ersten 5 Jahre der Vertragslaufzeit führt dazu, dass Kunden vor allem im Falle einer frühzeitigen Kündigung erheblich weniger Geld zurück erhalten, als sie eingezahlt haben.

  • Intransparenz der Verträge: Für normale Verbraucher bleibt völlig undurchsichtig, was sie wirklich für ihre Beiträge bekommen, insbesondere die Kombination von Spar- und Risikotarifen führt zu weitreichender Intransparenz.
  • Ineffiziente Anlage der Versicherungsgelder: Diese erfolgt zu rund 90 Prozent in festverzinslichen Papieren wie Pfandbriefe und Anleihen von Staaten und Unternehmen, die seit geraumer Zeit kaum mehr Zinsen abwerfen. Viele Versicherer halten zwar noch alte, höher verzinste Anleihen in ihren Anlagebüchern – doch diese Wertpapiere laufen irgendwann aus. Wenn sich das Zinsniveau bis dahin nicht verbessert hat, droht nicht wenigen Versicherern ein existentielles Finanzproblem.Massive Reduzierung der Garantiezinsen für Neuverträge – ab 2015 werden diese auf nur noch 1,25 % sinken: Hinzu kommt, dass die Verzinsung, die die Versicherer garantierten, nicht das sind, wonach es aussieht. Die Angaben beziehen sich nicht auf die gesamten eingezahlten Beiträge, sondern lediglich auf den sogenannten Sparanteil, also den Anteilnach Abzug der Kosten. So können aus garantierten 1,25% Rendite schnell 0,5 Prozent oder noch weniger werden. Es ist sogar möglich, dass ein effektives Minus entsteht.Gravierendes Altlasten-Problem: Die relativ hohe durchschnittliche Garantieverzinsung aus „alten“ Verträgen führt zu massivem Rückstellungsbedarf, was bereits zu extremen Kürzungen der Überschussbeteiligungen geführt hat.
    • Angst vor Versicherer-Pleiten

      Aus Angst um das finanzielle Fortbestehen der Lebensversicherer hat die Bundesregierung im Sommer 2014 die Lebensversicherung reformiert – übrigens im Eilverfahren, was die prekäre Situation unterstreichen mag. Das betreffende Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) soll helfen das Überleben der Versicherer zu sichern. Doch für Kunden kann das bedeuten, dass ihr Vertrag noch unattraktiver wird, als dieser ohnehin schon ist.

       

      Das liegt u.a. daran, dass die sogenannten Bewertungsreserven bei Kündigung oder Ablauf der Versicherung künftig nicht mehr wie bisher zur Hälfte an die Kunden ausgeschüttet werden, sondern den Versicherern zufließen. Diese Bewertungsreserven sind Gewinne auf dem Papier. Sie entstehen, wenn in Zeiten niedriger Zinsen der Wert der alten, höher verzinsten Anleihen in den Anlageportfolios der Versicherer steigt. Statt diese

      Gewinne an die ausscheidenden Versicherten auszuschütten, soll das Geld nun die Versicherer vor finanziellenSchieflagen schützen. Das kann für bestehende Verträge erhebliche Einbußen bedeuten. Der Ausgleich für die Kunden, diese an den sogenannten Risikoüberschüssen stärker zu beteiligen, ist umstritten. Für viele Versicherte wird die Änderung wohl am Ende ein Minusgeschäft bleiben.

      Dringender Handlungsbedarf erforderlich

      Inhaber von Versicherungspolicen (Lebens-, Rentenversicherung, Fondspolicen) sollten dringend ihre Verträge prüfen lassen. Das gilt auch für staatlich geförderte Verträge wie z.B. Riester, Rürup oder betriebliche Alters­vorsorge (z.B. sogenannte Direktversicherungen). Die grundsätzliche Entscheidung, etwas für die private Alters­vorsorge zu tun und Geld zurückzulegen, war die richtige Entscheidung. Doch seit dem Vertragsabschluss hat es sowohl rechtlich als auch steuerlich viele Änderungen gegeben, die eine Überprüfung zwingend erforderlich machen. Die Vertragsprüfung wird umso wichtiger, wenn solche Policen zur Rückdeckung einer

      Finanzierung oder einer betrieblichen Alters­vorsorge verwendet wurden. Eine faire Beratung dazu bieten u.a.

      Ver­sicherungs­makler und Finanzanlagenvermittler. Als Sachwalter sind sie ausschließlich im Kundeninteresse tätig. Durch ihre Unabhängigkeit treten sie nicht etwa im Auftrag der Versicherer auf, sondern können eine faire Einschätzung der Policen vornehmen, so dass sie dem wohlverdienten Ruhestand tatsächlich beruhigt entgegensehen können.

      Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende

      Faire und wissende Berater können Verbrauchern den bisherigen „Anlageerfolg“ der ehemals im guten Glauben vermittelten und abgeschlossenen Police aufzeigen. Dies kann in nicht wenigen Fällen dazu führen, dass ein Ende mit Schrecken besser sein kann, als ein Schrecken ohne Ende. Die Folge ist zumeist eine Änderung der Anlagestrategie.

      Welches Produkt aus heutiger Sicht dann besser geeignet sein könnte, lässt sich nicht verallgemeinern. Diese Entscheidung ist von vielen Faktoren abhängig, so z.B. der Risikoneigung des Anlegers, seiner Anlageerfahrung, seinen Anlagezielen, seinem Anlagehorizont und vielen anderen Faktoren.  

      Keinesfalls sollten jedoch bereits erreichte Anlagebeträge in einer zur Alters­vorsorge gedachten

      Lebensversicherung in Anlagen aus dem grauen Kapitalmarkt umgeschichtet werden. Ebenso falsch ist die

      Umschichtung einer bestehenden kapitalisierenden Versicherung in eine angeblich bessere kapitalisierende Versicherung. Wenn Verbraucher auf einen dieser beiden vorgenannten Fälle bereits hereingefallen sein sollte,

      empfiehlt sich umgehend der Gang zum wissenden Fachanwalt, um sehr wahrscheinliche Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

      Ihre Ruhestandsvorsorgeexpertin

      Ursula Koch

      Ver­sicherungs­maklerin und Finanzanlagenvermittlerin

       

       

       

 
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